Sicherheit auf einer Seite
Für Pflegedienstleitungen und Datenschutzbeauftragte: was Inventory mit Daten macht – und wo die Grenzen liegen.
Stand: 1. November 2026 · Testphase
Wo die Daten liegen
- Auf dem iPad oder iPhone des Pflegedienstes oder der Einrichtung. Es gibt keinen Server, keine Cloud-Synchronisation, kein Tracking und keine Analyse.
- Gespeichert wird pro Gruppe verschlüsselt, zusätzlich mit dem Dateischutz von iOS. Der wirkt nur mit gesetztem Gerätecode; fehlt er, warnt die App.
Welche Daten
- Klienten erscheinen unter einer Klientennummer.
- Name und Geburtsdatum dienen nur der Rezeptanforderung. Sie liegen im Schlüsselbund des Geräts, werden nicht synchronisiert, sind nicht in Sicherungen und lassen sich nur von einem Admin bearbeiten.
- Jeder Bestandseintrag hält fest, wer ihn gemacht hat.
Was das Gerät verlässt
- Rezeptanforderungen: Inventory bereitet die E-Mail vor, Sie prüfen und senden sie über Microsoft Outlook. Inventory sendet oder speichert diese E-Mail nicht.
- Hinweise des BfArM: Die öffentliche Liste wird heruntergeladen; dabei gehen keine Klientendaten hinaus.
- Klientenbericht für Auskunftsanfragen: nur durch einen Admin, als verschlüsseltes PDF. Das Passwort zeigt die App einmal an.
- Ich als Anbieter erhalte aus der App nichts. In der Testphase gibt Apple über TestFlight Name, E-Mail-Adresse, Gerätetyp und Systemversion, Absturzberichte und Ihr Feedback an mich weiter.
Zugriff
- Rollen (Admin, Superuser, Benutzer) und Zugriff nur auf die eigenen Gruppen.
- Automatische Sperre bei Inaktivität und Schutz vor Bildschirmfotos.
- Passwörter werden nicht im Klartext gespeichert. Für vergessene Passwörter gibt es persönliche Wiederherstellungscodes.
Gerätewechsel, Sicherung, Aufbewahrung
- Umzug auf ein neues Gerät mit einem Umzugscode im lokalen Netzwerk; danach löscht sich das alte Gerät.
- Verschlüsselte Sicherungen auf dem Gerät.
- Aufbewahrung standardmäßig 10 Jahre, von einem Admin einstellbar (1 bis 30 Jahre). Gelöschtes kann in älteren Sicherungen bleiben, bis diese ersetzt werden.
Grenzen
- Inventory ist eine Vorabversion. Es gab bisher keinen unabhängigen Sicherheitstest und keine Zertifizierung.
- Die Verschlüsselung trennt Gruppen, nicht einzelne Mitarbeitende. Ein Admin kann die Daten der eigenen Gruppen sehen und ändern.
- Ein Bestand gehört zu einem Gerät. Mehrere Geräte mit demselben Bestand gibt es derzeit nicht.
- Für den Versand der Rezeptanforderung ist Ihr Outlook zuständig: Transportverschlüsselung und die Vereinbarung mit Microsoft regeln Sie in Ihrem Microsoft-365-Konto.
- Inventory ist eine Planungshilfe. Es ersetzt keine Pflegedokumentation, keine Pflegesoftware und keine ärztliche Verordnung.
Was bei Ihnen liegt
- Einen Gerätecode setzen, die Geräte möglichst zentral verwalten (MDM) und regelmäßig Sicherungen anlegen.
- Vor echten Klientendaten: Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten und Datenschutz-Folgenabschätzung mit Ihrer oder Ihrem Datenschutzbeauftragten. In der Testphase genügen erfundene Klientennummern.
Fragen beantworte ich gern: [email protected]. Die vollständigen Datenschutzhinweise gelten weiter.
